Über mich

Geboren wurde ich im März 1977 in Schleswig-Holstein. In einem Krankenhaus, was heute zum Glück als babyfreundlich zertifiziert ist, in den 70ern jedoch noch standardmäßig PDA`s, Zange und diverse andere Mittelchen benutzt hat.

Üblich war auch, dass sich das Baby nach der Geburt nicht bei der Mutter, sondern im Säuglingszimmer wieder findet.

Nachdem ich 4 Wochen zu früh geboren wurde und eine Lungenentzündung bekommen habe, musste ich 6 Wochen in diesem Säuglingszimmer und nicht bei meinen Eltern, die zweimal am Tag zu Besuch kamen, bleiben.

Zum Glück weiß ich heute wie wichtig die Bindung ist und dass es immer möglich ist ganz viel nachzuholen, um gesund, glücklich und sicher durchs Leben zu gehen!

 

Somit zog es mich nach dem Abitur erstmal als Au Pair nach Südafrika, um ins Leben durchzustarten.

2000 habe ich in Lübeck meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Ergotherapeutin abgeschlossen und in einem Therapiezentrum für Schwerst-Schädel-Hirn Verletzte gearbeitet.

Dieses hat mich gelehrt, den Menschen so anzunehmen wie er/sie gerade ist. Es war mir damals schon wichtig mit Spaß das Beste daraus zu machen und auch bei scheinbar keinen Reaktionen eine VerBindung herzustellen, die dann wiederum Reaktionen hervorrief!

2001 ging es ins Rheinland, wo ich bis 2003 in einer Praxis für Physio- &Ergotherapie in Langenfeld und bis 2013 in einer ergotherapeutischen Praxis in Köln als Angestellte gearbeitet habe.

Seit 2013 bin ich als selbständige Ergotherapeutin in Köln (Ehrenfeld) und Umgebung unterwegs und biete Beratung auch online an.

 

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen in der Pädiatrie, Neurologie und Psychiatrie habe ich mich ständig weiter entwickelt und fortgebildet, um heute meinen kleinen Patienten und vor allem  der gesamten Familie eine optimale Unterstützung bieten zu können.

 

Die "klassischen" ergotherapeutischen Maßnahmen brachten für mich als damalige Angestellte immer weniger die passende Lösung, vor allem da immer mehr Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und Schwierigkeiten in der Schule zu mir kamen.

Es wurde nach meinem Geschmack zu sehr nur das Kind fokussiert und therapiert, anstatt nach den Ursachen zu schauen und diese aufzulösen.

Dazu gehört für mich immer das gesamte System und nicht nur das Kind.

Zudem dauerten die Therapien teilweise sehr lange und das Kind wurde gerne von einer Therapie zur nächsten geschickt.

 

Dabei lohnt es sich das "große Ganze" anzuschauen, denn wir Menschen haben immer einen Grund für unser Verhalten. Wir kommen als soziale, hilfsbereite, kooperierende Wesen auf die Welt.

Wenn ein Kind "schwierig" ist und dessen Verhalten nicht verstanden wird, lohnt es sich einen Blick auf die Bindungsforschung, Evolution, Hirnforschung, Verhaltenshterapie, Pränatalpsychologie, etc zu werfen und die Zusammenhänge besser zu verstehen. Denn meist leben wir nicht mehr "artgerecht" und die Kinder spiegeln dieses sehr deutlich. Die Bindungsgeschichte der Eltern, sowie Traumata auch aus vergangenen Generationen spielen ebenfalls eine große Rolle.

 

Die Säuglingsarbeit liegt mir besonders am Herzen, da viele spätere "Auffälligkeiten" schon früh verhindert werden können und so der Familie jahrelange Leidenswege erspart bleiben.

Nichtsdestotrotz ist es nie zu spät für eine glückliche Kindheit :-).